21 Millionen Jackpot geknackt!


Abgelegt unter Allgemein von anja - Jun 2, 2010

Über Wochen haben Lottospieler in ganz Deutschland versucht, den Jackpot zu knacken. Bis vergangenen Samstag war er auf 21,2 Millionen Euro angeschwollen, da es einfach niemandem gelingen wollte. So hoch war der Gewinn seit September 2009 nicht mehr. Damals tippte ein einzelner Lottospieler die richtigen Zahlen und gewann 31,7 Millionen Euro. Jetzt hatten zwei Spieler aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz das große Glück und erhalten jeweils 10,6 Millionen Euro. Genug also, um sich zur Ruhe zu setzen und ein von Geldsorgen befreites Leben zu führen.

© chocolat01 / PIXELIO

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Heute liegt der Jackpot dann wieder bei 1,0 Millionen Euro und das Hoffen auf einen Sechser beginnt für viele Lottospieler erneut!

Jun
2

Im Lotto gewonnen – was nun?


Abgelegt unter Allgemein von anja - Mai 31, 2010

Jeder der schon einmal Lotto gespielt hat stellt sich dabei auch vor, wie es wäre, wenn man vom plötzlichen Geldsegen überrascht wird. Eine Weltreise, ein tolles neues Auto, den Job kündigen und das Leben einfach genießen – das wären wohl die Träume von vielen!
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Doch wie sollte man sich wirklich verhalten, wenn die Millionen ins Haus stehen?

Zunächst einmal sollte man, was leicht gesagt ist, Ruhe bewahren! Man sollte nicht vorschnell seinen Job kündigen und seinen Lebensstil radikal ändern. Auch ob man eine große Party feiern will, sollte wohl überlegt sein. Nicht jeder freut sich über das Glück des Anderen, und Neider gibt es leider überall. Tatsächlich sollte man anfangs nur ein bis zwei Personen seines Vertrauens über den Lotteriegewinn informieren. Und dann sollte man sich Gedanken darüber machen, wie man mit dem plötzlichen Geldsegen umgeht!

Falls möglich kann man erstmal unbezahlten langen Urlaub (denn jetzt kann man es sich ja leisten) beantragen, um zu sehen, wie man mit seiner freien Zeit umgeht. Ist das Leben ohne Job, nette Kollegen und ohne den gewohnten Alltag wirklich besser? Auch die vorläufige Anlage des Geldes sollte wohl bedacht sein. Man sollte es möglichst nicht auf das Konto überweisen lassen, welches man an seinem Wohnort besitzt – dies gilt insbesondere für den Fall, dass man in einer dörflichen Gegend wohnt. Die meisten wollen ihr Geld gut angelegt wissen. In diesem Fall lassen Sie sich bei einer oder mehreren großen Banken beraten. Bei privaten Vermögensberatern sollte man eher Vorsicht walten lassen.

Das viele Geld verleitet nun auch dazu, sich endlich das zu kaufen, von dem man schon immer geträumt hat! Statt in einen Kaufrausch zu verfallen, sollte man sich jedoch anfangs einen Rahmen setzen, um ein Gefühl für die Summen zu bekommen, die man nun verwaltet.

Eins steht fest: ein Lottogewinn ermöglicht ein sorgenfreies Leben! Statt jedoch sein Leben plötzlich und radikal zu ändern, sollte man sich darüber bewusst sein, dass man sich Zeit lassen kann mit allen seinen Entscheidungen und sich seine Träume nach und nach erfüllt!

Mai
31

Glücksspielsüchtig?


Abgelegt unter Allgemein von alex - Mai 18, 2010

Rien ne vas plus, nichts geht mehr. Für viele steht dieser Satz exemplarisch für ihre derzeitige Situation, in der sie dank Glücksspielen jetzt sitzen. Die Wege sind vielfältig, egal ob über Automaten, Kasinos oder Wettbüros, das Ziel ist fast immer das Selbe: der soziale und finanzielle Ruin, gepaart mit dem letzten verzweifelten Klammern an die Hoffnung beim nächsten Mal das große Los zu ziehen.

12 Millionen Euro. 12 Millionen Möglichkeiten den derzeitigen Lotto-Jackpot auszugeben – sollte man ihn gewinnen. Für die meisten Bewohner Deutschlands ist das viel Geld, allein der Gedanke daran treibt die eingefleischten Lotto-Spieler zu den Kiosks und Zeitungsläden. Doch ist das regelmäßige Lotto-Spielen schon eine Sucht? Wo verläuft die Grenze zwischen krankhaftem und gelegentlichem Spielen? Dies lässt sich nicht verallgemeinern, es kommt auf die Person und ihren Kontext im Einzelnen an. Im Allgemeinen hat das übliche 6 aus 49 Lotto ein relativ geringes Suchtpotenzial, wohl aber ein Gefährdungspotential das Spiel zur Sucht werden zu lassen. Besonders beim Systemspiel ist Vorsicht geboten, hier lassen mit einem zusätzlichen Geldeinsatz die Gewinnchancen erhöhen. Das Problem ist, dass die so schon äußerst geringen Chancen nur minimal steigen, das Verlustrisiko aber erhöht wird. Trotzdem ist ein Lotto-Sucht relativ selten.

Warum ist das so? Ganz einfach weil die Droge des Glücksspielsüchtigen nicht vorrangig das Spiel an sich ist, sondern der Nervenkitzel den man dabei erlebt. Beim Lotto ist dieser relativ gering, man kauft sich ein Los und muss erst einmal warten bis die Zahlen gezogen werden. Anders ist es bei Spielen mit deutlich geringerer Spieldauer, wie zum Beispiel bei Glücks- und Geldspielautomaten. Diese Geräte haben ein ausgesprochen hohes Suchtpotenzial, vor allem aufgrund der meist nur wenigen Sekunden langen Spielabfolgen und den geringen Mindesteinsätzen. Spielanreizverstärkend ist auch die Möglichkeit der unmittelbaren Reinvestition der Gewinne, sowie die starken Licht- und Toneffekte. Hinzu kommt, zumindest bei Geldspielgeräten, die leichte Erreichbarkeit im gastronomischen Bereich.

Lotto und Glückspielautomaten stellen aber nur eine kleine Schnittmenge der Glücksspiele mit Gefährdungspotential dar. Verantwortungsvoll spielen sollte man auch bei Roulette und Kartenspielen in Spielbanken, Online-Poker, Sportwetten, Rubbelllosen, der Keno-Lotterie, aber auch bei Gewinnhotlines, Börsenspekulationen und privat organisiertem Glücksspiel. Alle diese Formen haben, einige mehr, andere weniger, gewisse Eigenschaften, oder Spielregeln, welche als Faktoren des Suchtpotenzials bezeichnet werden:

  • Schnelle Spielabfolge – Je schneller, desto höher die Suchtgefahr.
  • Auszahlungsintervall – Dies hängt mit der Spielabfolge zusammen. Je kürzer des Intervall, desto schneller kann der Gewinn wieder in ein neues Spiel investiert werden.
  • Aktive Einbeziehung des Spielers – Der Glaube an die aktive Mitbestimmung des Spieles, zum Beispiel durch Stopp-Tasten oder Insiderwissen, wird oft stark überschätzt.
  • Verbindung mit anderen Interessen – Eine Verbindung mit anderen Interessen, wie etwa der Bezug zum Sport bei Sportwetten, führt zur Verharmlosung des Spieles.
  • Gewinnchancen und -höhe – Hohe Gewinne verstärken den Spielanreiz.
  • Fast-Gewinne – Knapp daneben ist auch vorbei, ein “Fast-Gewinnen” ist immer ein Verlieren!
  • Effekte und Atmospähre – Man sollte sich nicht täuschen lassen. Die Licht- und Toneffekte bei Automaten verursachen einen unbewussten Anreiz zum Weiterspielen, die Atmosphäre in Kasinos, Wettbüros und Pferderennbahnen suggeriert ein Gefühl von Freizeitvergnügen, Aktivität und Spaß.
  • Leichte Verfügbarkeit – Je leichter das Glücksspiel verfügbar ist, umso größer ist die Chance es wieder zu spielen. Dies stellt besonders bei abstinenten Spielern ein hohes Rückfallpotenzial darf.

Wer glaubt glücksspielsüchtig zu sein, der sollte auf jeden Fall professionelle Hilfe suchen, denn die Glücksspielsucht ist, wie fast jede andere Sucht, heilbar. Dazu muss man sich aber erst einmal selbst eingestehen süchtig zu sein und dann auch aktiv am Heilungsprozess mitwirken. Wer sich nicht sicher ist, kann sich selbst testen, zum Beispiel auf www.gluecksspielsucht.de -> Hilfe -> 20 Fragen.
Anonyme Hilfe gibts unter anderem hier:

Anonyme Spieler
Kontaktstelle Deutschland ANONYME SPIELER (GA)
Eilbeker Weg 20
D -22089 HAMBURG
01805 – 7700 7600

Mai
18

Urteil: Lotto Bayern verstößt gegen den Glücksspielvertrag


Abgelegt unter Allgemein von alex - Apr 30, 2010

Seit Inkrafttreten des Glücksspielvertrages wurde vor allem die Werbung für Lotto, Wetten und co. massiv eingeschränkt. Dies ist weniger für die staatlichen Lottoeinrichtugen, als vielmehr für die privaten Glücksspieldienstleister ein Problem. Trotzdem scheinen manche Lotterieverwaltungen es nicht ganz genau zu nehmen mit den Auflagen. Aber zum Glück gibts noch Gerichte.

Eines dieser Gerichte, Konkret die 11. Kammer für Handelssachen am Landgericht I, hat nun Lotto Bayern nach einer Verhandlung am 19. April untersagt, Werbung für eine “Sonderverlosung bei KENO” zu machen. Auch Dritten wurde das Werben für diese Verlosung untersagt.

Bayerns staatliche Lotterieverwaltungsgesellschaft hatte auf Plakaten und im Internet für die KENO-Sonderverlosung geworben. Zu sehen war ein Audi A3 Cabrio, mit vier ausgesprochen gut gelaunten jungen Personen. Grund genug für das LG München I die Werbung zu verbieten. Dass Plakat sei demnach darauf ausgerichtet “einen Entschluss zur Teilnahme am Glücksspiel erst hervorzurufen und beschränke sich nicht darauf, eine vorhandene Spielleidenschaft zu kanalisieren.” Laut Glücksspielvertrag müssen sich Werbemotive darauf beschränken Informationen zu präsentieren, es dürfen keine gezielten Emotionen des Betrachters angesprochen werden. Doch genau dies tut das Plakat nach Meinung des Gerichtes.

Geklagt hatte der Verband für Gewerbetreibende im Glücksspielwesen e.V. (GIG). Das Landgericht München I bestätigte in seiner Begründung außerdem die Aktivlegitimation des Verbandes und unterstrich die Zulässigkeit der Klage, sowie den Unterlassungsanspruch des GIG. Mehrere Lottogesellschaften hatten wiederholt die Aktivlegitimation angezweifelt – erfolglos.

Apr
30

Deutscher Glücksspielmarkt stark vom Ausland kontrolliert


Abgelegt unter Allgemein von alex - Apr 21, 2010

Der Glücksspielstaatsvertrag hat die deutschen Glücksspielkarten neu gemischt, so viel steht fest. Nur sieht es heute so aus, dass die, die davon profitieren wollten, nun das schlechtere Blatt in der Hand halten.

Im Jahr 2008 wurde mit dem Glücksspielstaatsvertrag das staatliche Glücksspielmonopol Deutschlands gestärkt und (unter anderem) die Werbung und der Online-Vertrieb für Glücksspiele verboten. Das hatte für den im letzten Jahr über 10 Milliarden Euro schweren Glücksspielmarkt erhebliche Konsequenzen. Diese wurde nun von dem Beratungsunternehmen Goldmedia in der aktuellen Studie “Glücksspielmarkt Deutschland 2015″ untersucht. Konkret wurden die Auswirkungen dieser Neuordnung auf die einzelnen Glücksspielsegmente Wetten, Lotto, Casino und Poker analysiert und kürzlich in Berlin vorgestellt. Die Folgen:

  • Abhängig vom Bereich (Wetten, Lotto, Casino, Poker) werden erhebliche Teile des Glücksspielmarktes (zwischen drei und über 90 Prozent) ohne staatliche Restriktionen von ausländischen Anbietern dominiert.
  • Zum Teil massive Umsatzeinbrüche seitens der staatlichen Glücksspielanbieter sind zu beobachten.
  • Das Glücksspiel im Internet (auch Online-Sektor genannt) wächst stetig und operiert dabei vollständig im rechtsgrauen Raum
  • Etliche private Glücksspielanbieter sind ins Ausland abgewandert.

Starke Verbreitung “unregulierter” Anbieter

© Stihl024 / PIXELILO

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Sogenannte unregulierte Anbieter, also ausländische und nicht in Deutschland ansässige kontrollierte Unternehmen, haben den mit Abstand höchsten Marktanteil im Bereich der Wetten. Ende 2009 lag hier der Spieleinsatz bei insgesammt 7,8 Milliarden Euro. Nur 0,5 Milliarden Euro wurden von staatlichen Produkten wie Pferdewetten, Oddset und Fußballtoto generiert. Damit fallen ganze 94 Prozent des Marktes in die Hände von unregulierten Anbietern: 2,4 Milliarden Euro werden von den noch existierenden Wettshops, 3,9 Milliarden Euro von Onlineanbietern und weiter 1 Milliarden Euro werden vom Schwarzmarkt generiert.

Insgesamt betrachtet, machte das regulär betriebene Glücksspiel zum Teil heftige Verluste. In den einzelnen Segmenten verlief diese Entwicklung unterschiedlich:

  • Die Spieleinsätze verringerten sich im Vergleich zum Jahr 2005 von 9,9 Milliarden auf 8,3 Milliarden Euro – ein Minus von 1,6 Milliarden Euro. Dies betrifft legale Lottopordukte wie etwa Angebote des Deutschen Lotto- und Totoblocks (DLTB), den Fernsehloterrien, oder die Klassenlotterien. Letzter machten besonders starke Verluste.
  • Im selben Zeitraum verringerte sich der Bruttospielertrag der legalen Casinoprodukte der Spielbanken von 1,1 Milliarden auf 0,8 Milliarden Euro.
  • Einzig der Markt für legale gewerbliche Spielautomaten wuchs von 2005 bis 2009. Der Bruttospielertrag stieg von 2,4 auf 3,3 Milliarden Euro. Damit machen sie das zweitgrößte Marktsegment nach dem Lotto aus.

Glücksspiel im Internet wächst weiterhin

Eine stark positive Entwicklung ist auch auf dem Markt zu erkennen, den der Glücksspielvertrag besonders stark einschränkt: Die Online-Glücksspielmärkte (Online-Wetten, Online-Casinos, Online-Poker, Online-Games) wuchsen, in Hinblick auf den Bruttospielertrag, von 2005 bis 2009 pro Jahr um etwa 30 Prozent. Das Marktvolumen lag 2009, inklusive der Anbieter die ohne legale Grundlage operierten, bei etwa einer Milliarde Euro. “Grundlage für dieses Wachstum ist die hohe Zahl der Gambling-Angebote im Internet”, erklärt Studienautor und Goldmedia-Senior-Consultant Dr. Michael Schmid. “Ohne reguliertes Online-Angebot weichen die Spieler gegenwärtig offenbar vollständig auf ausländische Gambling-Portale aus. Davon gibt es trotz oder gerade wegen der strengen Regulierung in Deutschland immer mehr: So ist die Zahl deutschsprachiger Angebote seit 2005 um 60 Prozent auf über 500 Angebote im Jahr 2009 gestiegen. Die meisten der Anbieter berufen sich dabei inzwischen auf eine Lizenz aus dem europäischen Ausland.”

Apr
21

Lottoumsätze auf Talfahrt


Abgelegt unter Allgemein von alex - Apr 7, 2010

Die goldenen Zeiten für die Glücksspielindustrie sind spätestens seit 2007 vorbei. Dies war das Jahr, als der heftig umstrittene Glücksspielstaatsvertrag in Kraft trat. Dieser, welcher der deutschen Glücksspielindustrie starke Beschränkungen etwa in Vertrieb und Werbung auferlegten. Dies macht sich nun bemerkbar, wie das ifo-Wirtschaftsforschungsinstitut bereits Ende 2006 voraussagte.

© Kaylord / PIXELIO

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Laut einer Pressemitteilung des Deutschen Lottoverbandes haben die staatlichen Lottogesellschaften einen Umsatzeinbruch von über 21 Prozent zu beklagen – im Vergleich zum Vorjahrsquartal von Januar bis März. Rechnet man dies auf den Jahresumsatz hoch, dürften rund 1 Milliarden Euro in den staatlichen Lottokassen fehlen. Für alle die sich jetzt denken: toll, die machen eh nur Profit aus der Hoffnung von vielleicht leichtgläubigen Menschen, der sollte einmal darüber nachdenken für was ein Großteil der Gelder verwendet wird. Denn die Folge wird sein, dass den Bundesländern 2010 über 400 Millionen Euro an Steuern und Zweckerträgen fehlen werden. Das bedeutet tiefe Einschnitte für zahlreiche Projekte aus Sport, Wohlfahrt und Kultur, die allesamt aus dem Lotto-Topf gefördert werden.

Grund für die starken Verlusten sind die massiven Werbe- und Vertriebsbeschränkungen, sowie das Internetverbot, welche vom Glücksspielstaatsvertrag seit 2007 vorgeschrieben werden. Diese Vorschriften werden aber zum Teil äußerst unkonsequent durchgesetzt. Während die Verbote bei gewerblichen Spielvermittlern aufs schärfste durchgesetzt werden, hat der Deutsche Lotto- und Totoblock (DLTB) seine Werbeausgaben im Vergleich zum Vorjahr nochmals gesteigert. Der DLTB ist eine Vereinigung der Lottogesellschaften der Bundesländer und beeinhaltet neben den Landesgesellschaften auf Produkte wie ODDSET, Toto, Glücksspirale und Keno.

Laut einer aktuellen Statistik der Nielsen Media Research GmbH geht hervor, dass etwa 51 Millionen Euro in Anzeigen-, Radio-, und Plakatwerbung flossen. Zusätzlich zu dieser Summe kommen noch Ausgaben für Jackpotwerbung in den einzelnen Annahmestellen, die von der Nielsen GmbH nicht erfasst wurden. Aber auch trotz der staatsvertragswidrigen, zusätzlichen Werbeaufwendungen gelingt es den staatlichen Lottogesellschaften nicht die Talfahrt zu bremsen. Was fehlt sind vor allem die von gewerblichen Spielvermittlern eingenommen Spieleinsätze. Unternehmen wie Faber, Jaxx und Tipp24 hatten vor der Einführung des Staatsvertrages rund 20 Prozent zun den Umsätzen der Lottogesellschaften beigetragen.

© Andreas Morlok / PIXELIO

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Derzeit wird von einer Länderkommission die Auswirkungen des noch bis 2011 geltenden Staatsvertrages evaluiert. Schon jetzt hat die Schwarz-Gelbe Regierung in Schleswig-Holstein in ihrem Regierungsvertrag festgelegt, den Vertrag nicht fortzusetzen.  Auch andere Länder haben signalisiert dem Beispiel Schleswig-Holsteins zu folgen und den stark umstrittenen Staatsvertrag nicht fortsetzen zu wollen.

Umstritten ist dieser vor allem deswegen, weil die starken Werbe- und Vertriebsrestriktionen, welche viele Unternehmen dazu zwang ihr Geschäfft einzustellen, oder zumindest stark einzuschränken, mit einer vermeintlichen “Lottosucht” begründet werden. Deren Existenz aber auch in Fachkreisen umstritten ist. Der renomierte und oft zitierte Glücksspielsuchtexperte Prof. Tilmann Becker, von der Forschungsstelle Glücksspiel an der Universität Hohenheim, bezeichnete erst vor kurzem wieder die “Lottosucht” als blanken Unsinn.
“Die verantwortlichen Politiker sollten sich jetzt schleunigst mit allen Marktteilnehmern an einen Tisch setzen, um ein vernünftiges Nachfolgemodell für den desaströsen Staatsvertrag zu entwickeln”, so Norman Faber, Präsident des Deutschen Lottoverbandes.

Apr
7

Das “Las Vegas des Ostens”


Abgelegt unter Allgemein von alex - Mrz 22, 2010

Ein riesengroßes Spielkasino, mehrere Luxushotels mit über 1500 Betten, sowie Yachthafen und ein Golfplatz. Was wie eine Beschreibung der Wüstenstadt Las Vegas klingt, ist in Wahrheit der Plan für ein stillgelegtes Braunkohlekraftwerk im Osten Sachsen-Anhalts. Dort, in der knapp 1600-Seelen-Gemeinede Vockerode, soll nach den Pläne eines zyprisch-israelischen Investors ein “Entertainment-Center” der Superlative entstehen.

Die vornehmlich in Osteuropa tätige Sybilgroup hat große Pläne mit dem Gelände. Das Unternehmen, welches in Polen ein Mode-Großhandelszentrum, sowie diverse Shoppingmalls in Ungarn, Tschechien und Rumänien betreibt, spricht von einer Investition über 300 Millionen Euro. Nach eigenen Angaben würden sie damit etwa 3000 neue Arbeitsplätze schaffen – eine hoffnungsvolle Zahl für die strukturschwache Region.

© Elke Hanmann / PIXELIO

© Elke Hanmann / PIXELIO

Sachsen-Anhalts Finanzminister bleibt indes skeptisch. “Wir brauchen keine neuen Luftschlösser im Land”, so Jens Bullerjah (SPD) gegenüber “Spiegel Online”. Doch die Sybilgroup scheint es ernst zu meinen. Im Zuge des Angebotes kauften sie schon Anfang des Jahres die wenig gewinnbringenden Spielbanken des Landes – für eine Millionen Euro, plus etwa 2,4 Millionen Euro für deren bereits abgelaufenen Schulden. Zwei Monate musste das Finanzministerium auf den Betrag warten und drohte schon mit dem Entzug der Spiellizenzen, sollte das Geld nicht bis zum 15. März überwiesen werden. Das zeigte offenbar Wirkung, letzten Montag überreichte der Deutschlandchef der Sybilgruppe, Stefan Sadeh, dem Finanzministerium einen Scheck. Dieses war selbst ein wenig verblüfft über den Ablauf, da man von Seitens des Unternehmens keine Nachricht erhalten hatte, sondern diese Information einer Pressemitteilung entnahm.

Doch diese Aktion ist noch nicht als endgültiger Kauf zu betrachten, denn es bestehe noch Überprüfungsbedarf, so das Ministerium. Auch von Seiten der Glücksspielaufsicht gibt es noch Fragen. Diese hatten in einem Brief Auskunft über diverse Punkte verlangt, unter anderem warum die Bargeldreserve in den Spielbänken um insgesamt 300.000 Euro gesenkt wurde. Diese Reserve muss ein Kasino vorweisen, sollte zum Beispiel der Jackpot geknackt werden. Das Unternehmen spricht hingegen von einem Missverständnis und bestreitet die Vorwürfe.

Alexander Musiolik, Betriebsratchef der Spielbanken, kritisierte den Vertrag im Vorfeld. Er forderte einen Rückkauf der Banken bei einem möglichen Lizenzentzug. Dies wurde jedoch von Bullerjahn abgelehnt. “Der Vertrag wird nicht rückabgewickelt”, sagte er gegenüber der “Mitteldeutschen Zeitung”. Demnach sei es Sache des Unternehmens die Probleme der Spielbanken in den Griff zu kriegen. Sollten diese insolvent gehen, wäre die Sybilgroup für die Abwicklung der Geschäfte und die Entlassungen zuständig. Einzig die Spiellizenzen würden an das Land zurückgehen und könnten erneut verkauft werden. Musiolik hingegen erklärte, das bei einem möglichen Bankrott die Verantwortung über die Kasinos an das Land übergehe, zumindest noch für das Jahr 2010, da es sich um einen Notverkauf handelte.

© Nagnag / PIXELIO

© Nagnag / PIXELIO

Ungeklärt ist auch, ob sich das Projekt mit dem benachbarten Gartenreich Dessau-Wörlitz vereinbaren lässt. Der einzigartige Landschaftspark aus dem 18. Jahrhundert wurde Ende 2000 zum Weltkulturerbe ernannt. Gartenreich-Sprecher Steffen Kaudelka erklärte gegenüber “Spiegel Online”, dass man zwar grundsätzlich offen für eine neue Nutzung des Kraftwerksgebäudes sei, das Welterbe durch das Casino-Projekt aber keines falls gefährdet werden dürfe.  “Die Unesco muss sehr eng in das Projekt eingebunden werden”, so Kaudelka, doch ”Ein Golfplatz und ein Hubschrauberlandeplatz passen nicht in die jahrhundertealte Kulturlandschaft.”

Alles in allem kein guter Start für das “Las Vegas des Ostens”. Denn auch nach dem Kauf der Spielbanken besteht noch großer Investitionsbedarf. Sollte man das Vorhaben wirklich realisieren wollen, müssten noch etliche Millionen fließen. Ob dies wirklich geschieht, und wo das Geld herkommen soll, steht noch in den Sternen. Laut der israelischen Tageszeitung “Haaretz” hatte Sybil im Jahr 2009 Schulden in Höhe von etwa 156 Millionen Euro.


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Mrz
22

Glücksspielstaatsvertrag in Frage gestellt


Abgelegt unter Allgemein von alex - Mrz 10, 2010

Im Jahre 2008 trat der Glücksspielstaatsvertrag in Kraft, mit dem Ziel die Spielsucht zu bekämpfen und Jungend- und Spielerschutz zu gewährleisten. Dazu wurde unter anderem das Glücksspielangebot begrenzt und ein Verbot von Glücksspiel im Internet festgelegt. Gerechtfertigt wird das staatliche Glücksspielmonopol durch die Erfüllung staatlicher Suchtprävention.

© S. Hofschlaeger / PIXELIO

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In Folge dessen wurden zahlreiche gewerbliche Spielvermittler zur Einstellung, oder Umstellung ihres Geschäfts gezwungen. Viele sind ins Ausland ausgewichen und mit ihnen Steuern und Abgaben in Milliardenhöhe. Tausende Lotto-Annahmestellen sind zurzeit in ihrer Existenz bedroht. Trotz der Erkenntnis des relativ geringen Suchtpotentials von Lotterien, schrenken geltende Gesetze vor allem diese ein, anders als zum Beispiel das Automaten-, oder Casinospiel. Durch das Interneverbot und drastischen Beschränkungen von Werbung und Vertrieb sind die Umsätze aus den Lotterien der Bundesländer stark gesunken.

Nun wurden die Schlussanträge des Generalanwalts Paolo Mengozzi des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) veröffentlicht. Darin bezeichnet er das Sportwetten-Monopol als “inkohärent”. Nicht die Spielsuchtbekämpfung, sondern die Erzielung von Einnahmen hätten eine Rolle gespielt. Auch das Internetverbot wird von Mongozzi kritisiert, international agierende Unternehmen dürften nicht diskriminiert werden. Die deutschen Gerichte müssen nun prüfen ob das Internetverbot nicht widersprüchlich sei.

Norman Faber, Präsident des Deutschen Lottoverbandes findet klarere Worte: “Das Internetverbot muss aufgehoben werden”, so Faber, “der Generalanwalt hat in aller Deutlichkeit aufgezeigt, dass es hierfür keinerlei Grundlage gibt und die derzeitige Regelung europarechtswidrig ist. Gerade für die massive Einschränkung für die Vermittlung von Lotto und Lotterien gibt es nun keine Begründung mehr.” Eigentlich trete der Glücksspielvertrag erst Ende 2011 regulär außer Kraft. Eine Neuregelung durch eine regulierte Marktöffnung wird jedoch parteiübergreifend befürwortet.

Mrz
10

USA: Kein Glück mehr mit VISA?


Abgelegt unter Allgemein von alex - Mrz 2, 2010
© manwalk / PIXELIO

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Vor einigen Wochen hat sich  angeblich einer der zwei größten internationalen Kreditkartenorganisationen aus dem Geschäft mit des Online-Glücksspiels zurückgezogen. Seitdem wird im Internet spekuliert ob VISA sich nun auch vom Markt zurückziehen würde. Man liest sogar schon Beiträge in denen es fest steht, dass VISA seinen Kunden keinen Service mehr bei Online-Casions bieten könnte.

Das Problem bei diesen Berichten: Sie scheinen schlichtweg falsch zu sein. Laut einem Bericht auf einem Pokerblog, welcher sich auf eine Quelle im amerikanischen Glücksspielgeschäft bezieht, wird es in nächster Zeit keine größeren Probleme mit Transaktionen über VISA geben. Natürlich sind dies auch nur ungefestigte Gerüchte.

Aber vielleicht ist die ganze Geschichte um VISA und Mastercard ein einziger Hoax, da bisher nur auf diversen Blogs zu diesem Thema berichtet wurde. Selbst auf den offiziellen Seiten der Kreditkartenfirmen finden sich keinerlei Informationen zur Problematik. Auch zeigen Online-Casinos in den USA VISA und Mastercard weiterhin als Zahlungsmittel an.

Mrz
2

Verliert Österreich sein Glücksspielmonopol?


Abgelegt unter Allgemein von alex - Mrz 2, 2010

Darüber muss bald ein EU-Gericht entscheiden. Denn nach Ansicht des EU-Generalanwalts Ján Mazák verstößt das staatliche Monopol gegen die Niederlassungsfreiheit in der Europäischen Union. In Österreich ist der Betrieb von Glücksspielen in Spielbanken nur dann erlaubt, wenn die Aktiengesellschaft einen Sitz in Österreich habe.Auch wird gegen die euroäische Dienstleistungsfreiheit verstoßen, da Menschen aus anderen Mitgliedsstaaten nicht einmal die Chance haben sich um eine Konzession zu bewerben – dies dürfen nur österreichische Staatsbürger.

Gegenüber der Tageszeitung “Die Presse” schließt sich Wolfgang Zankl, Profressor für Zivilrecht an der Universität Wien und Direktor des “e-center – europäisches zentrum für e-commerce und internetrecht”, sich der Meinung Mazáks an. Er spricht sich deutlich gegen Monopole im Internet aus, da diese die Transaktionsfreiheit gefährden würden. Auch sei das Internet transparenter und würde weit bessere elektronische Kontrollen erlauben als der reguläre Kasinobetrieb. Um dies effektiv umsetzen zu können, müssten nur neue Regeln geschaffen weden, so Zankl.

Doch es gibt auch Gegenstimmen. Aus einem parallel laufenden Verfahren in Schweden, hat sich der zuständige Generalanwalt Yves Bot zu Wort gemeldet. Er unterstützt Glücksspielmonopole im Internet. Seiner Ansicht nach, sei zur Bekämpfung von Betrung und anderen Straftaten die Einschränkung der Dienstleistungsfreiheit gerechtfertigt.

(via)

Mrz
2