Nach Neuregelung: Lotto zunächst wie bisher


Abgelegt unter Allgemein von julius - Sep 13, 2010

Auch nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshof , welches das staatliche Glücksspielmonopol in Deutschland für unzulässig erklärt hatte, wird sich am bisher praktizierten Verfahren nicht viel ändern – Glücksspiele dürfen auch weiterhin nur mit staatlicher Genehmigung betrieben werden. «Der EuGH hat nicht über das Staatsvertragsmodell in Deutschland entschieden», so Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU). Damit bedeutet das Urteil für die deutschen Gerichte zunächst nur einen Auslegungshinweis. So müssen die Gerichte darüber urteilen, ob das deutsche Recht mit den Grundsätzen des Europarechts übereinstimme. Solange das noch nicht geprüft ist, bleiben die alten Regelungen gültig.

Sep
13

Europäischer Gerichtshof kippt staatliches Glücksspielmonopol


Abgelegt unter Allgemein von anja - Sep 9, 2010

Es kommt Bewegung in den deutschen Glücksspielmarkt! Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg hat das staatliche Glücksspielmonopol in Deutschland in einem Urteil für unzulässig erklärt. Grund dafür war, dass einige kleine Sportwettenanbieter gegen das staatliche Monopol geklagt hatten und die deutschen Gerichte diese Fälle nach Luxemburg weiterreichten.

Durch die Einführung des Glücksspielmonopols sollte vor allem die Spielsucht bekämpften. Daher sind Onlinewetten in Deutschland verboten und Online-Sportwetten nur für den staatlichen Anbieter Oddset erlaubt. An sich dürfen Glücksspiele nur von den Lottogesellschaften der Länder durchgeführt werden. Doch das Glücksspielmonopol gilt nicht für Spielautomaten, welche jedoch besonderes Suchtpotential haben. Aus diesem Grund sieht das Gericht das Monopol für unzulässig an. Denn der an sich freie Dienstleistungsverkehr in der EU wird durch das Glücksspielmonopol, beschränkt, eine erfolgreiche Bekämpfung der Spielsucht findet jedoch offenbar nicht statt. Stattdessen sind viele Anbieter für Sportwetten ins Ausland abgewandert und führen ihre Angebote, die meist attraktiver sind als die von Oddset, von dort aus weiter. Diese sind zwar rechtlich nicht zugelassen, der deutsche Markt verliert aber dadurch trotzdem einen Großteil der Einnahmen, da das Geld ins Ausland wandert. Das Glücksspielmonopol hat hier also eher zum Nachteil gereicht.

Ein Vorteil der staatlichen Regelung ist, dass ein Teil der Einnahmen der staatlichen Gesellschaften sozialen Projekten, dem Sport und der Kultur in den Bundesländern zugute kommt. Wenn man nun das Glücksspiel in Deutschland neu regelt, muss auch durchdacht werden, wie man diese Förderung erhalten kann. Fakt ist, dass das Glücksspielmonopol in dieser Form nicht gehalten werden kann. Entweder müssen von nun an auch Spielautomaten einbezogen oder der Markt muss geöffnet werden. Dies hat dann zur Folge, dass man ein viel größeres Angebot und zum Teil bessere Quoten bekommt. Dass das traditionelle Lottospiel in Deutschland an Anhängern verliert, ist trotzdem kaum vorstellbar.

Sep
9

Italien: 126,5 Millionen Euro im Jackpot


Abgelegt unter Allgemein von julius - Sep 6, 2010

In Bayern wurde es gerade erst verboten, die Werbung um Lottospieler mittels Angabe der Jackpot-Höhe. Die Plakate könnten schließlich den Bürger zum Glücksspielverleiten. In Italien dürften sich jetzt auch ohne Werbung viele zum Glücksspiel animiert fühlen. Satte 126,5 Millionen Euro befinden sich aktuell im Jackpot und damit ist er der höchste Gewinn, der weltweit jemals ausgeschrieben war.

Am Wochenende gelang es den Spielern nicht, die richtige Zahlenkombination zu finden. Folglich geht es also weiter und es bleibt abzuwarten, wie hoch der Jackpot noch getrieben wird.


Sep
6

In Bayern darf nicht mehr mit Jackpot geworben werden


Abgelegt unter Allgemein von anja - Sep 3, 2010

Die Lottoannahmestellen in Bayern dürfen keine Werbung mehr betreiben, die auf den Jackpot und seine Höhe hinweisen. Dazu wurden sie von der Staatlichen Lotterieverwaltung Bayern aufgefordert. Grund ist ein Bestrafungsantrag, eingereicht durch die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs. Denn Ermunterungen zum Glücksspiel sind laut Glücksspielstaatsvertrag verboten.

© Dorothea Jacob / PIXELIO

© Dorothea Jacob / PIXELIO

Dazu gehören auch Plakate, die mit der momentanen Höhe des Jackpots werben und so die Chance auf einen Gewinn suggerieren. Je höher der Jackpot ist, umso reizvoller ist es demnach auch, Lotto zu spielen. Die Annahmestellen in Bayern müssen daher alle Plakate, auf denen ein Hinweis auf den Jackpot zu finden ist, entfernen.

Sep
3