Im Lotto gewonnen – was nun?


Abgelegt unter Allgemein von anja - Mai 31, 2010

Jeder der schon einmal Lotto gespielt hat stellt sich dabei auch vor, wie es wäre, wenn man vom plötzlichen Geldsegen überrascht wird. Eine Weltreise, ein tolles neues Auto, den Job kündigen und das Leben einfach genießen – das wären wohl die Träume von vielen!
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Doch wie sollte man sich wirklich verhalten, wenn die Millionen ins Haus stehen?

Zunächst einmal sollte man, was leicht gesagt ist, Ruhe bewahren! Man sollte nicht vorschnell seinen Job kündigen und seinen Lebensstil radikal ändern. Auch ob man eine große Party feiern will, sollte wohl überlegt sein. Nicht jeder freut sich über das Glück des Anderen, und Neider gibt es leider überall. Tatsächlich sollte man anfangs nur ein bis zwei Personen seines Vertrauens über den Lotteriegewinn informieren. Und dann sollte man sich Gedanken darüber machen, wie man mit dem plötzlichen Geldsegen umgeht!

Falls möglich kann man erstmal unbezahlten langen Urlaub (denn jetzt kann man es sich ja leisten) beantragen, um zu sehen, wie man mit seiner freien Zeit umgeht. Ist das Leben ohne Job, nette Kollegen und ohne den gewohnten Alltag wirklich besser? Auch die vorläufige Anlage des Geldes sollte wohl bedacht sein. Man sollte es möglichst nicht auf das Konto überweisen lassen, welches man an seinem Wohnort besitzt – dies gilt insbesondere für den Fall, dass man in einer dörflichen Gegend wohnt. Die meisten wollen ihr Geld gut angelegt wissen. In diesem Fall lassen Sie sich bei einer oder mehreren großen Banken beraten. Bei privaten Vermögensberatern sollte man eher Vorsicht walten lassen.

Das viele Geld verleitet nun auch dazu, sich endlich das zu kaufen, von dem man schon immer geträumt hat! Statt in einen Kaufrausch zu verfallen, sollte man sich jedoch anfangs einen Rahmen setzen, um ein Gefühl für die Summen zu bekommen, die man nun verwaltet.

Eins steht fest: ein Lottogewinn ermöglicht ein sorgenfreies Leben! Statt jedoch sein Leben plötzlich und radikal zu ändern, sollte man sich darüber bewusst sein, dass man sich Zeit lassen kann mit allen seinen Entscheidungen und sich seine Träume nach und nach erfüllt!

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Glücksspielsüchtig?


Abgelegt unter Allgemein von alex - Mai 18, 2010

Rien ne vas plus, nichts geht mehr. Für viele steht dieser Satz exemplarisch für ihre derzeitige Situation, in der sie dank Glücksspielen jetzt sitzen. Die Wege sind vielfältig, egal ob über Automaten, Kasinos oder Wettbüros, das Ziel ist fast immer das Selbe: der soziale und finanzielle Ruin, gepaart mit dem letzten verzweifelten Klammern an die Hoffnung beim nächsten Mal das große Los zu ziehen.

12 Millionen Euro. 12 Millionen Möglichkeiten den derzeitigen Lotto-Jackpot auszugeben – sollte man ihn gewinnen. Für die meisten Bewohner Deutschlands ist das viel Geld, allein der Gedanke daran treibt die eingefleischten Lotto-Spieler zu den Kiosks und Zeitungsläden. Doch ist das regelmäßige Lotto-Spielen schon eine Sucht? Wo verläuft die Grenze zwischen krankhaftem und gelegentlichem Spielen? Dies lässt sich nicht verallgemeinern, es kommt auf die Person und ihren Kontext im Einzelnen an. Im Allgemeinen hat das übliche 6 aus 49 Lotto ein relativ geringes Suchtpotenzial, wohl aber ein Gefährdungspotential das Spiel zur Sucht werden zu lassen. Besonders beim Systemspiel ist Vorsicht geboten, hier lassen mit einem zusätzlichen Geldeinsatz die Gewinnchancen erhöhen. Das Problem ist, dass die so schon äußerst geringen Chancen nur minimal steigen, das Verlustrisiko aber erhöht wird. Trotzdem ist ein Lotto-Sucht relativ selten.

Warum ist das so? Ganz einfach weil die Droge des Glücksspielsüchtigen nicht vorrangig das Spiel an sich ist, sondern der Nervenkitzel den man dabei erlebt. Beim Lotto ist dieser relativ gering, man kauft sich ein Los und muss erst einmal warten bis die Zahlen gezogen werden. Anders ist es bei Spielen mit deutlich geringerer Spieldauer, wie zum Beispiel bei Glücks- und Geldspielautomaten. Diese Geräte haben ein ausgesprochen hohes Suchtpotenzial, vor allem aufgrund der meist nur wenigen Sekunden langen Spielabfolgen und den geringen Mindesteinsätzen. Spielanreizverstärkend ist auch die Möglichkeit der unmittelbaren Reinvestition der Gewinne, sowie die starken Licht- und Toneffekte. Hinzu kommt, zumindest bei Geldspielgeräten, die leichte Erreichbarkeit im gastronomischen Bereich.

Lotto und Glückspielautomaten stellen aber nur eine kleine Schnittmenge der Glücksspiele mit Gefährdungspotential dar. Verantwortungsvoll spielen sollte man auch bei Roulette und Kartenspielen in Spielbanken, Online-Poker, Sportwetten, Rubbelllosen, der Keno-Lotterie, aber auch bei Gewinnhotlines, Börsenspekulationen und privat organisiertem Glücksspiel. Alle diese Formen haben, einige mehr, andere weniger, gewisse Eigenschaften, oder Spielregeln, welche als Faktoren des Suchtpotenzials bezeichnet werden:

  • Schnelle Spielabfolge – Je schneller, desto höher die Suchtgefahr.
  • Auszahlungsintervall – Dies hängt mit der Spielabfolge zusammen. Je kürzer des Intervall, desto schneller kann der Gewinn wieder in ein neues Spiel investiert werden.
  • Aktive Einbeziehung des Spielers – Der Glaube an die aktive Mitbestimmung des Spieles, zum Beispiel durch Stopp-Tasten oder Insiderwissen, wird oft stark überschätzt.
  • Verbindung mit anderen Interessen – Eine Verbindung mit anderen Interessen, wie etwa der Bezug zum Sport bei Sportwetten, führt zur Verharmlosung des Spieles.
  • Gewinnchancen und -höhe – Hohe Gewinne verstärken den Spielanreiz.
  • Fast-Gewinne – Knapp daneben ist auch vorbei, ein “Fast-Gewinnen” ist immer ein Verlieren!
  • Effekte und Atmospähre – Man sollte sich nicht täuschen lassen. Die Licht- und Toneffekte bei Automaten verursachen einen unbewussten Anreiz zum Weiterspielen, die Atmosphäre in Kasinos, Wettbüros und Pferderennbahnen suggeriert ein Gefühl von Freizeitvergnügen, Aktivität und Spaß.
  • Leichte Verfügbarkeit – Je leichter das Glücksspiel verfügbar ist, umso größer ist die Chance es wieder zu spielen. Dies stellt besonders bei abstinenten Spielern ein hohes Rückfallpotenzial darf.

Wer glaubt glücksspielsüchtig zu sein, der sollte auf jeden Fall professionelle Hilfe suchen, denn die Glücksspielsucht ist, wie fast jede andere Sucht, heilbar. Dazu muss man sich aber erst einmal selbst eingestehen süchtig zu sein und dann auch aktiv am Heilungsprozess mitwirken. Wer sich nicht sicher ist, kann sich selbst testen, zum Beispiel auf www.gluecksspielsucht.de -> Hilfe -> 20 Fragen.
Anonyme Hilfe gibts unter anderem hier:

Anonyme Spieler
Kontaktstelle Deutschland ANONYME SPIELER (GA)
Eilbeker Weg 20
D -22089 HAMBURG
01805 – 7700 7600

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